St. Marienkirche Crawinkel


Die Sankt Marienkirche zu Crawinkel

 

Wie Crawinkel zu seinem Namen kam

 

Ob der Weg von Arnstadt durch das Jonastal, von Frankenhain oder von Wölfis führt, immer ist es zuerst der Turm der Sankt Marienkirche, der den Blick fängt, bevor die anderen Häuser des Dorfes wahrgenommen werden.

 

Nicht nur optisch prägend für den Ort ist das Kirchgebäude. Einiges deutet darauf hin, dass der Vorgängerbau der heutigen Kirche für den Ort auch namensgebend war.

 

Cravincella ist einer der überlieferten Namen für das heutige Crawinkel, was gedeutet werden kann als Celle oder Kapelle der Grafen (wahrscheinlich der Grafen von Gleichen oder Käfernburg). Vermutlich schon vor dem Jahre 1000 hat sich an der Stelle der heutigen Kirche, wo sich die Waldstraße mit der Waldsaumstraße kreuzte, die Capelle „ Sankt Maria“ - auch „Cravincella“ (Grafenzelle) genannt - befunden. Es wird angenommen, daß man sich damals in der Kapelle zum letzten Gebet vor dem schwierigen Aufstieg über das Gebirge, bzw. zum Dankgebet für den unfallfreien Abstieg einfand, denn die Wegstrecke durch die Steiger Hohle galt als eine der schwierigsten zwischen Erfurt und Nürnberg. Um die Capelle herum entstanden Häuser, und so bildete diese Stelle lange Zeit den geographischen Mittelpunkt des Dorfes.

Die Ursprünge der Crawinkler Kirche


1613                     An der Stelle der bisherigen Kapelle "Sankt Maria", deren Bau vor das Jahr 1000 datiert wird, beginnen die Crawinkler eine Kirche zu bauen
1624  Beim großen Brand in Crawinkel wird auch die Kirche ein Opfer der Flammen
1650 Wiederaufbau des Turmes
1753- 1765 Umbau und Vergrößerung von Turm und Kirche
1872/ 1886/ 1925 "Aufziehen" neuer Glocken
1945 Crawinkel zum Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen deutscher SS und amerikanischer Truppen. Der folgende Beschuss der Gemeinde mit Artillerie und bomben zerstört nicht nur große Teile des Ortes, sondern beschädigt auch die Kirche stark, wobei die Orgel vollkommen zerstört wird.
1946 - 1958 Wiederaufbau der Kirche
1966 Erneuerung der im 2. Weltkrieg eingeschmolzenen Glocke
1982 Bauaufsichtliche Sperrung der Kirche wegen Schwammbefalls
1988 - 1997 Vollständige Sanierung der Kirche
1998 Einbau einer neuen Läuteanlage
2000/ 2001 Einbau der rekonstruierten Poppe- Orgel